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Kriminalprävention
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AK Planung und Sicherheit

Auch wenn Kriminalität vor allem im sozialen Bereich begründet liegt, ist eine Wechselwirkung mit dem räumlichen Umfeld, in dem Straftaten entstehen, unbestritten. Sei es, dass die Örtlichkeit besonders günstige Tatgelegenheiten für den Täter bietet oder sei es, dass die Örtlichkeit den Passanten subjektiv verunsichert und zu einem geeigneten Opfer werden lässt.

Die Berücksichtigung kriminalpräventiver Belange bereits bei der Stadtplanung und bei der Realisierung von Bauvorhaben ist daher nur folgerichtig. Denn nur hier können auf Dauer zukünftige Tatorte und Angst-Räume vermieden werden, was nicht zuletzt zu mehr Lebensqualität und weniger Strafdelikte beitragen kann.

Die Implementierung kriminalpräventiver Belange erfolgt dabei gemeinsam zwischen Präventionsrat, Polizei und Stadtplanung. Aber auch Bauaufsicht, Architekten und Bauträger können maßgebend zur Umsetzung von Sicherheitsbelangen bei der Gestaltung von Bauvorhaben beitragen: 

1. Pilotprojekt Dornbuschhöfe

In einem gemeinsamen Pilotprojekt gelang es dem Präventionsrat und dem Polizeipräsidium ein Sicherungskonzept bei dem Wohnungsbauprojekt „Dornbuschhöfe“ konkret umzusetzen. Zuvor wurden in Gesprächen mit der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Hessen mbH (GWH) kriminalpräventive Aspekte besprochen, die man dann bei der Planung berücksichtige und beim Bau umsetzte. Dafür erhielt das Wohnprojekt das polizeiliche Gütesiegel „Ausgezeichnete Wohnsicherheit“, das eine Wertsteigerung für den Käufer als auch für den Verkäufer darstellt. Gespräche mit der Versicherungsbranche, die Sicherheitsstandards bei der Bemessung der Versicherungsbeiträge zu berücksichtigen, sind vorgesehen. Stadtrat Schwarz forderte auch die anderen städtischen Wohnungsbaugesellschaften auf, ähnlich bei deren Bauvorhaben zu verfahren.

2. Arbeitsgruppe Planung

Um bei den laufenden Stadtplanungsvorhaben Belange der Kriminalprävention einzubringen fand sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Polizeilichen Beratungsstelle, der Einsatzabteilung der Polizei, der Geschäftsstelle des Präventionsrates und des Stadtplanungsamtes zusammen. In regelmäßigen Treffen werden relevante Planungen aus dem Blickwinkel der Sicherheit erörtert. Das ständige Werben für die praktische Umsetzung von sicherheitsrelevante Grundsätze und Leitlinien bei Bauherren, Architekten und Stadtplanern sind dabei wichtige Schritte.

3. Frühzeitige Beteiligung bei der Bauleitplanung

Das neue Baurecht lässt nicht erst eine Beteiligung bei der förmlichen Einbindung der Träger öffentlicher Belange sondern schon in einem frühen Stadium der Bauleitplanung zu. Die Arbeitsgruppe Planung sorgte dafür, dass die Polizei bei diesem neuen Verfahren auf den Verteiler gesetzt wurde.

Kriminalpräventive Checkliste des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Augsburg




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