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Alcopops

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Alcopops:

So werden nur branntweinhaltige Limonaden bezeichnet, die unter einem bestimmten Markennamen extensiv und aggressiv beworben werden. Der Alkoholgehalt der Getränke beträgt ca. 6%.

 

Premix-Getränke:

Dieser Begriff steht für alle alkoholischen Mixgetränke, die Bier, Wein oder Branntwein enthalten und mit anderen Getränken - insbesondere süßer Limonade - fertig gemixt verkauft werden.

 

Alcopops und Premix-Getränke -

Gefahr für Jugendliche und junge Erwachsene!

Immer mehr junge Menschen greifen zu Modegetränken wie Alcopops und Premix-Getränken. Für solche Getränke gelten:

Sie werden mit viel Süße auf junge Konsumenten zugeschnitten

Sie werden mit enormen finanziellen Aufwand beworben

Der Alkoholgehalt wird durch Süße und Geschmacksstoffe verdeckt

Der verdeckte Alkoholgenuss ist suchtfördernd

Es werden bewusst Kunden angesprochen, die überhaupt nicht Zielgruppe sein dürfen: Kinder und Jugendliche

Laut einem Situationsbericht der WHO in Deutschland stehen Alcopops bei 11-15jährigen ganz oben auf der Beliebtheitsskala, insbesondere bei Mädchen. 4-5 Alcopops werden im Durchschnitt an einem Abend konsumiert. Bei einer durchschnittlichen Menge von ca. 2 Gläsern Schnaps pro Flasche entspricht dies demnach rund 8-10 Gläsern Schnaps und damit einer halben Flasche "harten Alkohols".

Die Abgabe branntweinhaltiger Getränke - auch Mixgetränke wie Alcopops - ist an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nach dem Jugendschutzgesetz verboten. Kontrollen in Frankfurt a. M. haben jedoch leider gezeigt, dass fast jede 2. Verkaufsstelle sich nicht an das Abgabeverbot hält.

 

Handlungskonzept

Die Geschäftsstelle des Präventionsrates hat im Jahre 2004 daher eine umfassende Jugendschutzaktion durchgeführt:

Alle Frankfurter Schulen wurden mit einem Jugendschutzplakat und weiteren Informationen zum Jugendschutzgesetz ausgestattet.

Es ist notwendig, dass besonders auf die eingewirkt wird, die Alkohol und Zigaretten verkaufen und abgeben. Es haben daher in den Stadtteilen mit Regionalräten lokale Jugendschutzbegehungen stattgefunden. Supermärkte, Kioske, Getränkeläden und Tankstellen wurden von Mitgliedern der Regionalräte und der Polizei aufgesucht und über ihre Verpflichtung gegenüber dem Jugendschutzgesetz aufgeklärt.

Die Geschäftsstelle hat daher auch den Stadtverband der Frankfurter Vereinsringe angeschrieben und gebeten, auf Stadtteilfesten und Vereinsfesten auf den Ausschank und Verkauf von Alcopops zu verzichten. Ferner wird bei jeder gaststättenrechtlichen Genehmigung ein Begleitblatt zum Jugendschutzgesetz ausgehändigt und auf die Gefahren von Alcopops hingewiesen. 

Diese Frankfurter Jugendschutzaktionen wurden in der Regionalkonferenz Sicherheit und Prävention zusammen mit weiteren Ideen und Vorhaben anderer Kommunen Bestandteil des Regionalprogramm Alcopops. Dieses Rahmenprogramm weist auch auf die Notwendigkeit unvorhergesehener und umfassender Kontrollen hin, damit Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz auch sanktioniert werden. Die Frankfurter Maßnahmen zum Jugendschutzgesetz werden 2005 speziell auch auf den Frankfurter Großveranstaltungen und Festen umgesetzt. Mit umfassender Aufklärung und Beratung und Kontrollen werden Polizei, Geschäftsstelle des Präventionsrates, Ordnungsamt, Gesundheitsamt und freie Träger bei der und Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zusammenwirken.

[ Regionalhandlungsprogramm zum Umgang mit Alcopops ]

[ Musteranschreiben an Vereine u. a. zum Verzicht auf Alcopops bei Festen ]

[ Musterbeilage im Veranstaltungsgenehmigungsverfahren ]




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