Springe direkt zu:


Hilfsnavigation


engagieren – vernetzen – vorbeugen
Kriminalprävention
in Frankfurt am Main
Skyline Frankfurt am Main

Inhalt

Drucken

Bürgerumfrage Frankfurter Berg

Im Zeitraum von März bis Dezember 2000 führte der Regionalrat Frankfurter Berg innerhalb des Stadtteils eine breit angelegte Bürgerbefragung durch. Ziel dieser Befragung war es, Grundlagen für die zukünftige Arbeit des Regionalrates zu schaffen.

Die Befragung bezog sich im Wesentlichen auf drei Themenbereiche:

  • Einschätzungen zur Wohnbevölkerung am Frankfurter Berg
  • Bedeutung von Institutionen für die Lebensqualität im Stadtteil
  • Bewertung und Anforderungen an die Infrastruktur des Frankfurter Bergs

Die Ergebnisse in Kurzform:

Der Frankfurter Berg ist durch anhaltende Familienzuzüge gekennzeichnet. Im Gegensatz zum allgemeinen städtischen Trend ist auch in Zukunft von keiner Entwicklung in Richtung Single-Wohnquartier auszugehen.

Aus der hohen Anzahl der Familienhaushalte ergeben sich in puncto Freizeit und Versorgung steigende Anforderungen an die Infrastruktur des Stadtteils. Strukturelle Veränderungen im Bereich der Haushalte und des Wohnraums verweisen auf zunehmende Milieuverschiebungen. Insgesamt ist mit einer zunehmenden "Gentrifizierung", d.h. sozialen Aufwertung des Ortsteils zu rechnen, die einerseits die Anforderungen an den Wohnwert steigen lässt, andererseits die schon bestehenden soziale Diskrepanzen weiter verstärken wird.

Bei den Anwohnern ergeben sich deutliche Unterschiede zwischen der alteingesessenen und der neu hinzuziehenden Bevölkerung. Während die eingesessene Bevölkerung eher traditionellen Leitbildern folgt, geprägt durch Gemeinschaftssinn und einer unkomplizierten Lebensführung, betonen die Neubürger in weit höherem Maße ihre Individualität und Zugehörigkeit zur gesellschaftlichen Bildungsschicht.

Die Selbsteinschätzung aller Befragten ist in hohem Maße positiver als die Einschätzung über die Mitbürger. Diese Sichtweise wirkt sich auch auf die Motivation aus, Bekanntschaften am Frankfurter Berg zu schließen. Freundschaften vor Ort werden als nicht wichtig für die Lebensqualität im Ortsteil gesehen. Lediglich 20-25% der Befragten gaben an, mehr Mitbürger kennen lernen zu wollen. Der Anteil derer, die dies verneinen, ist fast ebenso hoch.

Die Vereine am Frankfurter Berg werden von den meisten der Befragten als unattraktiv erachtet. Entsprechend gering ist deren Bedeutung für den Aufbau sozialer Beziehungen. Das wesentliche Merkmal des Frankfurter Bergs wird in seiner Naturnähe gesehen. Die einseitige Dominanz dieses Merkmals unterstreicht vor allem den Mangel an anderen wichtigen

Geschätzt wird der Frankfurter Berg vor allem aufgrund seiner Wohnqualität und der - trotz seiner peripheren Lage - guten Verkehrsanbindung. Alle weiteren Ortsteilfaktoren, vor allem diejenigen, die für das soziale Ortsteilleben wichtig sind, werden eher schlecht beurteilt. Dies betrifft insbesondere die Bereich Versorgung und Freizeit.

Die Bürger gehen eindeutig davon aus, dass der Frankfurter Berg durch Außenstehende als sozialer Brennpunkt wahrgenommen wird, obwohl dies teilweise im Gegensatz zur eigenen Wahrnehmung steht.

Die kulturelle Zusammensetzung sowie das Bedrohungspotential vor Ort werden zwar kritisch beurteilt, spielen hinsichtlich der Lebenssituation jedoch eine nur untergeordnete Rolle. Das Bedrohungspotential wird dabei von den einzelnen Wohngebieten im Ortsteil stark unterschiedlich wahrgenommen.

 


Bürgerumfrage Frankfurter Berg 2001 [PDF, 191 KB]
Gesamtauswertung der repräsentativen Bürgerbefragung des Regionalrats Frankfurter Berg, durchgeführt von März bis Dezember 2000



Kontakt